Konzept der Krankenprävention
Primäre Prävention/1.Vorsorge: Wesentlich
ist, schon im Vorfeld einer Krankheitsentwicklung allen bekannten
Risikofaktoren entgegenzutreten, um das Auftreten von Krankheit zu
vermeiden, oder zumindest zu verhindern dass sich die Krankheit ausbreitet.
Prävention kann unspezifisch (generell) orientiert sein, zum
Beispiel bei Aufklärung über Fehlernährung. Sie kann
aber auch, oder sollte auch, spezifisch sein und sich gezielt an Menschen
richten, die „Risikomerkmale“ tragen, also zum Beispiel
erhöhten Blutdruck oder Übergewicht.
Sekundäre Prävention/2. Vorsorge: Hier
ist wesentlich, dass die Krankheit bereits eingetreten ist und es
sollte die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß der Ausbreitung
der Gesundheitsstörung eingeschränkt und reduziert werden.
Sie spricht in erster Linie Menschen an, die bereits Anzeichen einer
Krankheit zeigen, zum Beispiel Herzrhythmusstörungen oder Atemprobleme.
Wichtig ist es durch geeignete Testverfahren (Screeninginstrumente)
Krankheitsfrühstadien zu identifizieren. Schnelle und frühe
Eindämmung einer Gesundheitsstörung, um eine Entfaltung
der Krankheitsstadien zu vermeiden, ist das wichtigste Ziel.
Tertiäre Prävention/3. Vorsorge:
Die tertiäre Prävention beschäftigt sich mit einer
Krankheit einhergehenden Funktionseinschränkungen und Begleiterkrankungen.
Sie ist auf Menschen gerichtet, die bereits an einer Krankheit in
einem vorgerückten Stadium leiden. Ziel ist es, Menschen in diesen
Bereich zu entlasten und ein möglichst hohes Maß an Lebensqualität
(finanziell und sozial) zu sichern. (vgl. Hurrelmann 2006 148f)